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Publicviewing versus Isolation
am 06.08.2010
19.30 Uhr
Publicviewing versus Isolation
Es war ein bisher einmaliges Experiment, das ein wenig an „Big Brother“ erinnerte. Für 31 Tage verfolgte Sid Meyer in selbstgewählter Isolation im brandenburgischen Flachland die Fußball-WM und schrieb täglich ein Blog über Fußball und Anderes.
Sid Meyer, ausgewiesener Fußballexperte, ist beruflich Scout für die Bundesligadatenbank und Exredakteur für die Webseiten der Bundesliga, Hertha, HSV und Wolfsburg. Für seinen aktuellen Job muss er seit einigen Jahren hauptsächlich Heimspiele von Hertha BSC verfolgen. Das erklärt natürlich seine ausgeprägte Abneigung gegen den deutschen Fußball.
Da liegt ihm der englischen Fußball näher, besonders der des FC Arsenal London.
Seine täglichen Blogs, aus denen er, umrandet von visuellen und optischen Einlagen lesen wird, sind selbstverständlich sehr Fußballlastig aber heiter feuilletonistisch. Besonders wenn er anhand seiner Kleidungsstücke versucht Taktik zu erklären. Ein Ausschnitt:
„.........Alles was ich an Kleidungsstücken und Gegenständen mit ins Camp genommen habe, liegt inzwischen auf einem Haufen. T-Shirts, Shorts und Socken verhalten sich wie eine F-Jugend-Mannschaft, bei der alle hinter dem Ball sind und sich anschließend in einem riesigen Knäuel versammeln.
.......Eine permanente Rotation der Positionen ist also gefragt. Variabel einsetzbare Socken sind aus diesem Grunde extrem wichtig. Eine rein linksfüßige Socke käme bei mir nie zum Einsatz.“


