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Staudeplan

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Stralsunder Hefte für Geschichte, Kultur und Alltag 2016

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Wessels Sarg

Ab 1541 Bürgermeister der Stadt, machte sich Franz Wessel durch seine Verdienste zum Wohle der Stadt Stralsund einen Namen. Es werden aber auch andere Dinge von ihm berichtet. So konnte er einen mit Bier gefüllten Männerstiefel in einem Zuge leeren, Glas zerbeißen und von einem Bierfass in ein anderes springen.


Ansonsten zeichnete er sich durch seine zu der Zeit nicht selbstverständliche umsichtige Verwaltung der Stadtfinanzen, die Vermehrung des städtischen Grundbesitzes, der Förderung der Reformation und seine Opferbereitschaft für das Wohl der armen Bevölkerungsschichten aus. So ließ er auf eigene Kosten den Frankenteich vom Schilf befreien, um die Wasserversorgung der Stadt zu verbessern und sammelte Spenden, um den altersschwachen Köpkenturm zu sanieren. Wessels Lebensabend war von Krankheit geprägt. So konnte er seit 1559 auf Grund eines Schlaganfalls seine geliebte Marienkirche nicht mehr besuchen, wichtige Ratssitzungen fanden in seinem Hause statt.

Der Legende nach

Nach dem Tod seiner Schwester 1549 ließ sich Franz Wessel einen Sarg zimmern, der fortan neben seinem Bett stand. Daneben ein selbst verfasster Spruch "Herre, lere uns bedencken, dat wy sterven möten, up dat wy klock werden". 21 Jahre später wurde der Sarg gebraucht - Franz Wessel starb im Alter von 83 Jahren am 19. Mai 1570, nur einen Tag nach seiner Frau, beide sind in der Marienkirche beigesetzt.


Das Porträt von Franz Wessel bildete den Beginn einer Sammlung von Bildnissen der Bürgermeister der Stadt Stralsund. Die Sammlung ist im Kloster St. Johannis sowie im Rathaus zu sehen.