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2. Weltkrieg

Der 6. Oktober 1944 gilt in der Stralsunder Geschichte als einer der dunkelsten Tage. An diesem Tag entluden 110 amerikanische Flugzeuge über 300 t ihrer tödlichen Last auf die altehrwürdige Stadt.


Dies geschah, nachdem das eigentliche Angriffsziel, die Hydrierwerke Pölitz bei Stettin, wegen schlechten Wetters aufgegeben wurde und Stralsund als Ausweichziel herhalten musste. Fast 680 Menschen verloren bei der sinnlosen Bombardierung ihr Leben. 3 000 der etwa 14 000 Wohnungen wurden zerstört, 5 000 beschädigt. Zahlreiche Baudenkmäler, die Jahrhunderte überdauert hatten, gingen unwiederbringlich verloren.

Am 30. April 1945 verließen Truppen der Wehrmacht und Einheiten der im Krankenhaus West stationierten Waffen-SS über den Rügendamm die Stadt. Auf ihrem Rückzug sprengten sie die Ziegelgrabenbrücke. Am 1. Mai frühmorgens rückten Soldaten der 90. Ropschaer Schützendivision der Roten Armee über die Greifswalder Chaussee kampflos nach Stralsund ein. Diese Straße hieß ab dem 30. April 1975 bis kurz nach der Wende Straße der Befreiung.