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Heilgeistkloster & -kirche

Der im eigentlichen Sinne kein Kloster, sondern ein städtisches Spital bildende Gebäudekomplex befand sich ursprünglich auf dem zum Hafen gelegenen Teil der Heilgeiststraße, die ihren Namen daher hat. Im Jahre 1256 stiftete die Stadt ein Grundstück an diesem Ort.




Das Heilgeistkloster wurde städtisch verwaltet und konnte Dank der Spendenbereitschaft der Bürger in Form von Geld, Naturalien und Grundstücken wachsen. So kam z. B. um 1340 die Insel Ummanz in den Klosterbesitz.

Das Kloster diente der Aufnahme, Pflege und Versorgung der ärmeren Bevölkerungsschichten und der vorbeikommenden Wanderer. Durch einen finanziellen Beitrag und durch Vererbung des Besitzes an das Kloster konnte man im Alter hier wohnen (sog. Prövener).

Im 14. Jahrhundert verlegte die Stadt das Heilgeistkloster an seine heutige Stelle und wenig später errichtete man eine Hallenkirche.

Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg, die fast alle Klostergebäude betrafen, ist die Kirche um 1650 und nochmals nach der Belagerung 1715 in ihrer alten Form wiederaufgebaut worden.

Die der Kirche unmittelbar anschließenden Gebäudeflügel sind um 1643 nach Zerstörung neu entstanden. Das Innere des in der Schwedenzeit als Garnisonskirche genutzten Gebäudes präsentiert sich mit Einrichtungsgegenständen und der farblich wiederhergestellten Fassung der Barockzeit. Nach 1945 ist sie Pfarrkirche der St. Jakobi-Heilgeist-Gemeinde.

Den seeseitigen Abschluss des Gebäudekomplexes bildet das von 1637 - 41 gebaute sogenannte Elenden- (Fremden-)haus. Die zeilenweise angeordneten Fachwerkhäuser stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.