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Gustav II. Adolf von Schweden

Während des Dreißigjährigen Krieges landete am 26. Juni 1630 der Schwedenkönig Gustav II. Adolf (19.12.1594 Stockholm - 16.11.1632 Lützen) mit 15.000 Soldaten bei Peenemünde auf der Insel Usedom, um Vorpommern für sich zu gewinnen. Mit der Stadt Stralsund hatte er 1628 einen Allianzvertrag geschlossen.


Die schwedischen Truppen erreichten am 10. Oktober 1630 Stralsund und in den frühen Morgenstunden zog Gustav II. Adolf unter Kanonengedonner, Glockengeläut und Jubelrufen von der Fährbrücke durch die Fährstraße bis zum Alten Markt, wo er im Artushof Quartier bezog. Die Stralsunder Bürger waren begeistert, denn sie danktem dem Schwedenkönig für die Waffenhilfe bei der Belagerung durch Wallenstein im Jahre 1628.

Am 23. September brach Gustav II. Adolf mit seinen Truppen auf, um gegen das kaiserlich besetzte Mecklenburg zu ziehen, aber am 22. Oktober traf er schon wieder in Stralsund ein. Er benötigte Gelder und erwartete vom Stralsunder Rat eine zahlung von 100.000 Reichstalern. Diese waren für die Stadt schwerlich zu beschaffen, zumal der Schwedenkönig auch den Ausbau der Befestigungsanlagen veranlasste und seine Garnison die Stadt viel Geld kostete.

Mit dem Westfälischen Frieden gelangte Vorpommern und damit auch Stralsund 1648 zum Königreich Schweden.

Im Rathausdurchgang befindet sich eine Gedenkbüste für Gustav II. Adolf von Schweden. Sie wurde am 10. September 1930 eingeweiht und war ein Geschenk der Schweden anlässlich des 300. Jahrestages des Besuches des Königs im Jahre 1630 in Stralsund.