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Staudeplan

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Stralsunder Hefte für Geschichte, Kultur und Alltag 2016

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die bereits 8. Auflage dieses interessanten Schaufensters in die lokale und regionale Geschichte.

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Belagerung durch Wallenstein

Im Jahre 1628 wurde die Hansestadt Stralsund in die Reichspolitik hineingezogen, als der 30-jährige Krieg gefährlich nahe an die Ostseeküste rückte. Der dänische König Christian IV. musste sich 1625, von den kaiserlichen Truppen geschlagen, aus Norddeutschland zurückziehen.



Der Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee und Herzog von Friedland, Albrecht von Wallenstein, wurde 1627 zum Herzog von Mecklenburg ernannt. Er ließ ganz Mecklenburg besetzen und marschierte bald in Pommern ein. Die wichtigen Häfen sollten zu Stützpunkten des Kaisers an der Ostseeküste werden. Auch Stralsund sollte die Stärke der kaiserlichen Armee bald zu spüren bekommen. Deshalb ließ der Stralsunder Rat 1627 die Teiche tiefer graben und den Erdwall an der Stadtmauer verstärken.

Mit der Franzburger Kapitulation vom 10. November 1627 hatte sich der Pommersche Herzog Bogislaw XIV. geschlagen gegeben und genehmigte dem kaiserlichen Oberst Hans Georg von Arnim, Regimenter in Pommern und auf Rügen zu stationieren. Rügen, Barth und Greifswald wurden bald ohne Widerstand der Bevölkerung besetzt.

Anders sah es in Stralsund aus. Am 5. April 1628 hatten Stralsunder Seeleute und Fischer die kaiserliche Besetzung des Dänholms verhindert und die Soldaten zur Kapitulation gezwungen.

Danach wurde die Stadt belagert. Wallenstein persönlich leitete vom 26. Juni bis 15. Juli die Belagerungskämpfe. 150.000 Reichstaler sollte der Stralsunder Rat an Wallenstein zahlen, um sich davon freizukaufen, kaiserliche Truppen aufzunehmen. Doch nicht nur die Stralsunder Bürger, sondern auch der Rat konnte widerstandswillige Leute aufweisen. An der Spitze dieser Gruppe stand der Bürgermeister Lambert Steinwich. Er hatte geheime Verbindungen zu den nordeuropäischen Mächten aufnehmen lassen und bat diese um Unterstützung. Mit dänischer und schwedischer Waffenhilfe konnte die Stadt verteidigt werden und Wallenstein erlitt eine Niederlage. Am 23. Juni 1628 schloss der Stralsunder Rat einen Allianzvertrag mit dem Schwedenkönig Gustav Adolf, der nicht nur ein 20jähriges Schutzbündnis brachte, sondern auch die Schweden als Besatzungsmacht.


Wallensteintage

Jedes Jahr im Juli donnern an einem Wochenende Kanonen durch die Altstadt und Pulverdampf zieht in Schwaden durch die Straßen. Dann feiert Stralsund mit den Wallensteintagen den erfolgreichen Widerstand gegen die Belagerung der kaiserlichen Truppen.