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Lambert Steinwich Denkmal

Das am 25. Juli 1904 auf dem Alten Markt eingeweihte Denkmal wurde vom Künstler Wilhelm Jacobi geschaffen. Am 22. Juni 1937 entfernte man das Denkmal auf mehrheitlichen Beschluss der Bürgerschaft und es wurde am 19. Mai 1938 an seinen heutigen Standort am Wulflamufer umgesetzt.




Lambert Steinwich, geb. 1571 in Düsseldorf, gest. am 13.8.1629 in Stralsund, studierte Rechtswissenschaften. Am 3. Mai 1600 kam er nach Stralsund und erhielt hier das Amt des Subsyndicus. Ein Streit mit dem Pommernfürsten, den Steinwich wegen Landesfriedensbruch beim Reichsgericht in Wetzlar verklagte, führten zu seiner Suspendierung im Jahre 1612. Danach war er als Advokat in Stralsund tätig. Seine Verdienste und sein Durchsetzungsvermögen sorgten dafür, dass Steinwich im Jahre 1616 sein Amt wieder ausüben konnte. Am 6. August desselben Jahres wurde er zum Bürgermeister gewählt. In der politischen Karriere sollte es 1619 noch weitergehen, Steinwich wurde für das Amt des Hansischen Generalsyndicus in Lübeck vorgeschlagen. Er aber blieb Stralsund treu und lehnte dieses Angebot ab. In den Belagerungskämpfen 1628 ist er der Hauptverteidiger der Interessen der Stadt gegenüber Wallenstein. Bedingt durch die militärische Übermacht der kaiserlichen Truppen war eine erfolgreiche Verteidigung der Stadt ohne fremde Hilfe nicht möglich. Die Hanse hatte schon lange ihre Blütezeit hinter sich gelassen, so baten die Stralsunder den Schwedenkönig Gustav ll. Adolf um Waffenhilfe. Nach dem Sieg über das kaiserliche Heer verstarb Steinwich ein Jahr später an der Pest.